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European Billiards & Snooker
Referees Association
RULES
The
rules of Snooker and 'English' Billiards are the exclusive
property of World Snooker Association Limited,
and
are
provided by World Snooker Association Limited to EBSRA
for exclusive use within this website.
Duplication or reproduction of this content, unless
explicitly stated otherwise, is an offence under UK
Copyright Law.

SNOOKER
1. Ausrüstung
1.1. DER STANDARDTISCH
Maße: Die Spielfläche innerhalb der Stirnseiten der Banden
soll 3569 mm x 1778 mm betragen, mit einer Toleranz von
jeweils 13 mm. Höhe: Die Höhe von Boden bis Bandenoberkante
soll zwischen 851 mm und 876 mm betragen.
Taschenöffnungen:
a. Taschen befinden sich in jeder Ecke (die zwei an der
Spot-Seite werden Kopftaschen, die zwei an der
BAULK-Seite Fußtaschen genannt) sowie je eine Tasche in der
Mitte der Längsseiten (genannt Mitteltaschen).
b. Die Taschen&oum;ffnungen sollen den von der WPBSA
freigegebenen Schablonen entsprechen.
Baulk-line und Baulk: Eine gerade Linie, parallel gezogen in
einem Abstand von 737 mm zur Fußbande, heiß BAULK-LINE.
Diese Linie und der Raum zwischen der Linie und der Fußbande
wird BAULK genannt.
Das D:
Das "D" ist ein Halbkreis im BAULK mit 292 mm Radius, desse
Mittelpunkt auf der Mitte der BAULK-LINE
liegt.
Spots:
Auf der Längsachse des Tisches sind vier Punkte markiert:
a. Der Spot (bekannt als Schwarzer Spot), 324 mm vom Punkt
senkrecht unter der Stirnseite der Kopfbande.
b. Der Centre Spot (bekannt als Blauer Spot), in der Mitte
zwischen den Stirnseiten an der Kopf- und Fußbande.
c. Der Pyramid Spot (bekannt als Pink Spot), in der Mitte
zwischen Blauem Spot und Kopfbande.
d. Die Mitte der BAULK-LINE (bekannt als Brauner Spot).
e. Zwei weitere Punkte befinden sich an den Ecken des D. Von
der BAULK-Seite gesehen, rechts der als Gelbe Spot und links
der als Grüne Spot bekannte.
1.2. BÄLLE
Die Bälle sollen aus zugelassenem Material gefertigt sein,
alle einen Durchmesser von 52,5 mm mit einer Toleranz von
0,05 mm haben und
a.sie sollen gleich schwer sein mit einer Toleranz von 3
Gramm pro Set.
b.Im Einvernehmen beider Spieler oder durch Entscheidung des
Schiedsrichters kann ein Ball oder das gesamte Set
ausgetauscht werden.
1.3. QUEUE
Ein Queue soll nicht kürzer als 914 mm sein und keine
wesentliche Abweichung von allgemein anerkannter,
traditioneller Form sowie Aussehen aufweisen.
1.4. ZUSÄTZLICHE AUSRÜSTUNG
Verschiedene Brücken, lange Queues (sogenannte Butts und
Half-Butts), Verlängerungen und Ansatzstücke dürfen von
Spielern in schwierigen Spielsituationen verwendet werden.
Dazu zählen sowohl das normalerweise am Tisch befindliche
Zubeh÷r als auch Ausrüstungsgegenstände des Spielers oder
des Schiedsrichters (siehe auch Kap. 3.18.). Alle
Hilfsmittel zur
Stoßdurchführung müssen eine vom DSKV genehmigte Form
aufweisen.
2. Definitionen
2.1. FRAME
Ein Frame umfaßt die Spieldauer vom ersten Stoß, mit allen
Bällen wie in Kap.3.2 beschrieben aufgesetzt, bis es beendet
ist durch:
a. Aufgabe eines Spielers, während er an der Reihe ist.
b. den Spieler, der das Frame für sich beansprucht, wenn nur
noch Schwarz übrig ist und der Unterschied der Spielstände
mehr als sieben Punkte zu seinen Gunsten beträgt.
c. den letzten Pot, oder durch ein Foul, wenn sich nur noch
Schwarz auf dem Tisch befindet.
d. Zuerkennung des Schiedrischters gemäß Kap. 3.14.c. oder
Kap.4.2.
2.2. GAME
Ein Game ist eine vereinbarte oder vorgeschriebene Anzahl
von Frames.
2.3. MATCH
Ein Match ist eine vereinbarte oder vorgeschriebene Anzahl
von Games.
2.4. BÄLLE
a. Die Weiße ist der Spielball.
b. Die 15 Roten und die 6 Farben sind die Objektbälle.
2.5. SPIELER
Die Person, die zu spielen hat oder gerade spielt, ist der
Spieler und bleibt es, bis der Schiedrichter entschieden
hat, daß dieser, nachdem er an der Reihe war, den Tisch
verlassen hat. In Zweifelsfällen entscheidet der
Schiedsrichter.
2.6. STOSS
a. Ein Stoß gilt als ausgeführt, wenn der Spieler den
spielball mit der Queuespitze berührt.
b. Ein Stoß gilt als korrekt, wenn keine Regelverletzung
begangen wurde.
c. Ein Stoß gilt nicht als beendet, bevor alle Bälle zum
Stillstand gekommen sind.
d. Ein Stoß kann direkt oder indirekt ausgeführt werden,
nämlich:
i. Ein Stoß ist direkt, wenn der Spielball einen Objektball
trifft, ohne vorher an eine Bande zu stoßen.
ii. Ein Stoß ist indirekt, wenn der Spielball an eine oder
mehrere Banden stößt, bevor er einen Objektball trifft.
2.7. POT
Es gilt als Pot, wenn ein Objektball nach Kontokt mit einem
anderen Ball und ohne Verletzung dieser Regeln in eine
Tasche fällt. Dieser Vorgang wird als Potten bezeichnet.
2.8. BREAK
Ein Break ist eine Anzahl von Pots, resultierend aus
aufeinanderfolgenden Stößen in irgendeiner Aufnahme eines
Spielers während eines Frames.
2.9. IN HAND
a. Der Spielball ist IN HAND
i. vor dem Beginn jedes Frames,
ii. wenn er in eine Tasche gefallen ist, oder
iii. wenn er vom Tisch gesprungen ist.
b. Er bleibt IN HAND, bis
i. er regelkonform aus IN HAND gespielt wurde, oder
ii. ein Foul begangen wurde, während, sich der Spielball auf
dem Tisch befindet.
c. Der Spielr wird als IN HAND bezeichnet, wenn der
Spielball, wie oben beschrieben, IN HAND ist.
2.10. BALL IM SPIEL
a. Der Spielball ist im Spiel, wenn er nicht IN HAND ist.
b. Objektbälle sind ab Beginn eines Frames im Spiel, bis sie
gepottet sind, oder Ball vom Tisch verursacht wurde.
c. Farben sind wieder im Spiel, sobald sie wieder aufgesetzt
sind.
2.11. BALL ON
Irgendein Ball, der regelkonform als erster vom Spielball
getroffen werden darf, oder ein Ball, der zwar nicht so
getroffen werden kann, aber gepottet werden darf, heißt BALL
ON.
2.12. NOMINIERTER BALL
a. Ein nominierter Ball ist der Objektball, den der Spieler
mit dem Spielball als Ersten zu treffen gedenkt und ansagt
oder zur Zufriedenheit des Schiedsrichters anzeigt.
b. Auf Verlangen des Schiedsrichters muß der Spieler sagen,
welchen Ball er treffen will.
2.13. FREE BALL
Ein FREE BALL ist ein Objektball, den der Spieler als BALL
ON nominiert, wenn er nach einem Foul gesnookert ist (siehe
Kap. 3.10).
2.14. BALL VOM TISCH
Die Bezeichnung Ball vom Tisch trifft zu, wenn ein Ball
weder auf der Spielfläche noch in einer Tasche zum
Stillstand kommt, oder wenn der Spieler ihn in die Hand
nimmt, während er sich im Spiel befindet, mit Ausnahme der
Regel 3.14.h.
2.15. FOUL
Ein Foul ist jeder Verstoß gegen diese Regeln.
2.16. GESNOOKERT
Der Spielball ist gesnookert, wenn ein direkter Stoß in
gerader Linie auf jeden BALL ON von mindestens einem Ball,
der nicht on ist, ganz oder teilweise verhindert wird. Wenn
ein BALL ON (oder mehrere) an den beiden äußersten Punkten
getroffen werden kann, so ist der Spielball nicht
gesnookert.
a. Gilt IN HAND, so ist der Spielball dann gesnookert, wenn
er von allen möglichen Positionen im "D" und auf der
"D"-Linie, wie oben beschrieben behindert ist.
b. Wenn der Spielball von mehreren Bällen, die nicht als
BALL ON gelten, daran gehindert wird, einen BALL ON zu
treffen, dann
i. gilt derjenige Ball, der dem Spielball am nächsten liegt,
als den Snooker verursachender Ball.
ii. Sollten mehrere Bälle mit gleichem Abstand den Spielball
behindern, gelten sie alle als diesen Snooker verursachenden
Bälle.
c. Gilt Rot als BALL ON und wird der Spielball von
verschiedenen BÄLLEN NICHT ON behindert, verschiedene Rote
zu treffen, gilt keiner als Snooker verusachender Ball.
d. Der Spieler gilt als gesnookert, wenn der Spielball wie
beschrieben gesnookert ist.
e. Der Spielball kann nicht von einer Bande gesnookert sein.
Wenn der gerundete Teil einer Bande den Spielball behindert
und näher ist als ein BALL NICHT ON, so gilt der Spielball
nicht als gesnookert.
2.17. BESETZTER SPOT
Ein Spot gilt als besetzt, wenn ein Ball nicht dorg
aufgesetzt werden kann, ohne einen anderen Ball zu berühren.
2.18. DURCHSTOSS
Als Durchstoß gilt, wenn die Queuespitze mit dem Spielball
in Kontakt bleibt,
a. nachdem der Spielball seine Vorwärtsbewegung begonnen hat
oder
b. während der Spielball einen Objektball berührt,
ausgenommen, Spielball und Objektball sich beinahe berühren.
In diesem Fall wird nicht auf Durchstoß entschieden, sofern
der Spielball den Objektball so dünn wie möglich trifft.
2.19. JUMP SHOT
Als Jump Shot gilt, wenn der Spielball irgendeinen Teil
eines Objektballs überspringt, egal, ob der Objektball dabei
getroffen wird oder nicht, ausgenommen
a. der Spielball trifft zuerst einen Objektball und
überspringt anschließend einen anderen Ball.
b. der Spielball springt und trifft einen Objektball, landet
jedoch nicht auf der entfernteren Seite diese Balles.
c. der Spielball hat den Objektball bereits regelkonform
getroffen und überspringt ihn erst, nachdem er eine Bande
oder einen anderen Ball getroffen hat.
2.20. MISS
Als MISS gilt, wenn der Spielball einen BALL ON nicht als
ersten Ball trifft und der Schiedsrichter entscheidet, daß
der Spieler nicht seinen Fähigkeiten entsprechend versucht
hat, einen BALL ON zu treffen.
3. Das Spiel
3.1. BESCHREIBUNG
Snooker kann von zwei oder mehreren Spielern gespielt
werden, die entweder als Einzelspieler oder als Mannschaften
antreten. Das Spiel kann folgendermaßen zusammengefaßt
werden:
a. Jeder Spieler verwendet denselben Spielball; es gibt 21
Objektbälle: 15 Rote und sechs Farben: Gelb, Grün, Braun,
Blau, Pink und Schwarz. Die Punktwerte der Bälle betragen:
Für Rot 1, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und
Schwarz 7 Punkte.
b. Punkte werden durch das abwechselnde Potten von Roten und
Farben erzielt. Sind keine Roten mehr im Spiel, werden die
Farben in aufsteigender Folge ihrer Wertigkeit, begonnen mit
Gelb, gepottet.
c. Erzielte Punkte werden dem Spieler zur bisherigen
Punktzahl addiert.
d. Strafpunkte aus Fouls werden zur Punktzahl des anderen
Spielers addiert.
e. Eine jederzeit nutzbare Taktik ist es, den Spielball so
zu hinterlassen, daß der nächste Spieler gesnookert ist.
Wenn ein Spieler oder eine Mannschaft einen größeren
Punkterückstand aufweist, als durch die Bälle auf dem Tisch
erzielt werden können, ist diese Taktik sehr wichtig, da
durch das Legen von Snooker Punkte aus Fouls erzielt werden
können.
f. Der Gewinner eines Frames ist der Spieler bzw. die
Mannschaft
i. welcher die meisten Punkte erzielt hat.
ii. an welchen das Frame abgegeben wird.
iii. welchem das Frame gemäß Kap. 3.14.c. oder 4.2.
zuerkannt wird.
g. Der Gewinner eines Games ist der Spieler bzw. Mannschaft
i. welcher die meisten Frames oder die erforderliche Anzahl
von Frames für sich entschieden hat.
ii. welcher den höchsten Gesamtpunktstand aufweist - wenn
auf die Gesamtpunktzahl gespielt wird.
iii. welchem das Game gemäß Kap. 4.2 zuerkannt wird.
h. Der Gewinner eines Matches ist der Spieler bzw. die
Mannschaft, der die meisten Games gewinnt, oder - wenn auf
die
Gesamtpunktzahl gespielt wird - den höchsten
Gesamtpunktstand aufweist.
3.2. POSITION DER BÄLLE
a. zu Beginn jedes Frames ist der Spielball IN HAND und die
Objektbälle wie folgt aufgesetzt:
i. die Roten in Form eines gleichseitigen Dreiecks so dicht
aneinander wie möglich, sodaß die Rote an der Spitze des
Dreiecks sich auf der Längsachse des Tisches befindet,
oberhalb und so nahe wie möglich zu Pink liegt, ohne sie zu
berühren. Weiterhin muß die Basis des Dreiecks so nahe wie
möglich und parallel zur Kopfbande liegen.
ii. Gelb auf der rechten Ecke des "D".
iii. Grün auf der linken Ecke des "D".
iv. Braun auf der Mitte der BAULK LINE.
v. Blau auf dem Centre Spot.
vi. Pink auf dem Pyramid-Spot.
vii. Schwarz auf dem Spot.
b. Nach dem Beginn eines Frames darf ein Ball, der sich im
Spiel befindet, nur vom Schiedsrichter, nach angemessener
Aufforderung durch den Spieler, gereinigt werden. Ferner
soll i.die Position des Balles, sofern er nicht auf einem
Spot liegt, mit einem dafür geeigneten Gerät (Ballmarker)
markiert werden, bevor der Ball von der Spielfläche genommen
wird.
ii. das Gerät, das die Position des Balles markiert, als der
Ball angesehen werden und denselben Wert haben, bis dieser
gereinigt und an seinen Platz zurückgelegt wurde. Wenn ein
Spieler, der nicht an der Reihe ist, dieses Gerät berührt,
soll er Strafpunkte erhalten, als ob er der Spieler wäre,
ohne daß die Spielreihenfolge dadurch beeinflußt wird.
Hierbei soll der Schiedsrichter das Gerät oder den
gereinigten Ball nach seinem Ermessen an den Platz
zurücklegen, selbst wenn er vom Tisch genommen wurde.
3.3. SPIELVERLAUF
Die Spieler sollen sich über die Spielreihenfolge einigen
oder durch Los entscheiden.
a. Diese Reihenfolge darf während eines Frames nicht
geändert werden, außer daß ein Spieler nach einem Foul den
nächsten Spieler weiterspielen lassen kann.
b. Die beiden Spieler bzw. Mannschaften müssen innerhalb
eines Games abwechselnd antoßen.
c. Der erste Spieler beginnt mit IN HAND. Das Frame beginnt,
wenn sich der Spielball auf der Spielfläche befindet und von
der Queuespitze berührt wurde, entweder,
i. indem ein Stoß gemacht wurde, oder
ii. während der Spielball anvisiert wird.
d. Damit ein Stoß als korrekt gilt, darf kein Verstoß gemäß
Regel 3.12. begangen werden.
e. Beim ersten Stoß, den ein Spieler macht, wenn er an die
Reihe kommt, gilt Rot oder ein FREE BALL, der anstelle von
Rot angesagt wurde, als BALL ON, bis sich keine Roten mehr
auf der Spielfläche befinden. Werden mehrere Rote in einem
Stoß - oder ein FREE BALL, der anstelle von Rot angesagt
wurde, mit einer oder mehreren Roten in einem Stoß -
gepottet, so werden die Punkte sämtlicher Bälle
gutgeschrieben.
f. i. Wird Rot oder ein FREE BALL, der anstelle von Rot
angesagt wurde, gepottet, so spielt derselbe Spieler den
nächsten Stoß, bei dem der BALL ON nun eine Farbe nach der
Wahl des Spielers ist. Gelingt es ihm, die genannte Farbe zu
potten, so wird ihm der Wert der Farbien gutgeschrieben und
sie wird neu aufgesetzt.
ii. Das Break wird durch das abwechselnde Potten von Roten
und Farben fortgesetzt, bis sich keine Roten mehr auf der
Spielfläche befinden und eine Farbe gespielt wird, nachdem
die letzte Rote gepottet wurde.
iii. Die Farben sind nun in aufsteigender Reihenfolge ihrer
Wertigkeit (siehe 3.1.a.) anzuspielen und werden, nachdem
sie gepottet sind, nicht wieder aufgesetzt (Ausnahme siehe
Regel 3.4.). Der Spieler spielt dann auf die nächstfolgende
Farbe.
g. Rote werden, wenn sie gepottet oder vom Tisch gesprungen
sind, nicht mehr ins Spiel gebracht, ohne Rücksicht darauf,
daß ein Spieler dadurch von einem Foul profitieren kann. Die
Ausnahmen zu dieser Regel sind in 3.2.b.ii., 3.9., 3.14.f.,
3.14.h. und 3.15. beschrieben.
h. Wenn dem Spiueler kein Pot gelingt oder er ein Foul
begeht, muß er den Tisch verlassen und der nächste Spieler
ist an der Reihe. Er spielt von dort weiter, wo der
Spielball zum Stillstand gekommen ist oder aus IN HAND, wenn
sich der Spielball nicht auf der Spielfläche befindet.
3.4. ENDE EINES FRAMES, SPIELS ODER MATCHES
a. Wenn sich nur mehr Schwarz auf dem Tisch befindet,
beendet der erste punkteinbringende Stoß oder ein Foul das
Frame, außer wenn die zwei folgenden Bedingungen zutreffen:
i. Die Punktstände beider Spieler bzw. Mannschaften sind
gleich.
ii. Der Gesamtpunktestand aus allen Frames ist nicht
relevant.
b. Treffen beide Bedingunen, die in a. angeführt sind, zu,
dann
i. wird Schwarz auf dem Spot plaziert,
ii. die Spieler losen, wer als erster stößt,
iii. der Spieler, der beginnt, hat den Spielball IN HAND und
iv. der erste punkteinbringende Stoß oder Foul beendet das
Frame.
c. Sollte der Gesamtpunktstand aus allen Frames über den
Sieger eines Spieles oder Matches entscheiden uind die
Gesamtpunktstände am Ende des letzten Frames gleich sein, so
muß Schwarz erneut auf dem Spot plaziert werden (siehe b.)
und nach der gleichen Vorgangsweise über den Spiel- bzw.
Matchsieg entschieden werden.
3.5. SPIELEN MIT BALL IN HAND
Ist der Spielball IN HAND, muß er aus einer Position
innerhalb oder auf den Linien des "D" gestoßen werden. Er
darf jedoch in alle Richtungen gestoßen werden.
a. Auf Anfrage des Spielers muß der Schiedsrichter dem
Spieler mitteilen, ob der Spielball richtig (d.h. nicht
außerhalb der Linie des "D") plaziert wurde.
b. Sollte die Queuespitze den Spielball berühren, während er
im "D" plaziert wird und ist der Schiedsrichter der Meinung,
daß der Spieler dabei nicht versucht hat, einen Stoß zu
machen, so ist der Spielball nicht im Spiel.
3.6. ZWEI BÄLLE WERDEN GLEICHZEITIG GETROFFEN
Zwei Bälle dürfen von der ersten Berührung durch den
Spielball nicht gleichzeitig getroffen werden, es sei denn,
es handelt sich um zwei Rote oder einen FREE BALL und einen
BALL ON.
3.7. DAS AUFSETZEN DER FARBEN
Jede Farbe, die gepottet wurde oder vom Tisch gesprungen
ist, muß vor dem nächsten Stoß erneut aufgesetzt werden, bis
sie abschließend gepottet wird, wie in 3.3.f. beschrieben.
a. Ein Spieler darf nicht dafür verantwortlich gemacht
werden, wenn der Schiedsrichter es versäumt, einen Ball
korrekt aufzusetzen.
b. Wenn beim Spiel auf die Farben in ansteigender
Reihenfolge (siehe 3.3.f.iii.) eine Farbe irrtülich
aufgesetzt wird, so soll sie - nachdem der Irrtum entdeckt
wurde, von der Spielfläche entfernt werden, ohne daß auf
Foul entschieden wird, und das Spiel soll fortgesetzt
werden.
c. Wenn ein Spieler stößt und ein oder mehrere Bälle dabei
nicht korrekt aufgesetzt sind, so werden sie fü die
darauffolgenden Stöße als korrekt plaziert angesehen.
Befindet sich eine Farbe fälschlicherweise nicht auf dem
Tisch, so muß sie aufgesetzt werden
i. ohne daß auf Foul entschieden wird, wenn der betreffende
Ball sich durch einen vorangegangenen Irrtum nicht auf dem
Tisch befand, ii.und auf Foul entschieden werden, wenn der
Spieler gestoßen hat, bevor es dem Schiedsrichter möglich
war, den Ball aufzusetzen.
d. Muß eine Farbe aufgesetzt werden, der Spot der
betreffenden Farbe ist jedoch besetzt, so wird sie auf dem
Spot der höchsten freien Farbe plaziert.
e. Müssen mehrere Farben aufgesetzt werden, deren Spots
besetzt sind, so hat der Ball mit der höheren Wertigkeit
beim Aufsetzen den Vorrang.
f. Sind alle Spots besetzt, so muß die Farbe so nahe wie
möglich an ihrem Spot plaziert werden, und zwar zwischen dem
betreffenden Spot und dem nächstgelegensten Teil der
Kopfbande.
g. Sind beim Aufsetzen von Pink und Schwarz alle Spots
besetzt und zwischen dem betreffenden Spot und dem
nächstgelegensten Teil der Kopfbande ist ebenfalls kein
Platz frei, so muß der Ball so nahe wie möglich an seinem
Spot plaziert werden und zwar auf der Mittellinie des
Tisches unterhalb des betreffenden Spots.
h. In jedem Fall darf eine Farbe, wenn sie aufgesetzt wird,
keinen anderen Ball berühren.
i. Damit eine Farbe richtig aufgestzt ist, muß sie mit der
Hand auf den zutreffenden Spot gebracht werden.
3.8. TOUCHING BALL
a. Wenn der Spielball so zum Stillstand kommt, daß er einen
oder mehrere andere Bälle, die im nächsten Stoß BALL ON sein
könnten, berührt, so soll der Schiedsrichter auf TOUCHING
BALL entscheiden und auf den Ball oder die Bälle zeigen, den
oder die der Spielball berührt und die BALL ON sein könnten.
b. Wurde auf TOUCHING BALL entschieden, so muß der Spieler
den Spielball von dem betreffenden Ball, ohne daß dieser
sich bewegt, wegspielen. Ist das nicht der Fall, so muß auf
Durchstoß entschieden werden.
c. Wenn der Spieler einen Ball, der den Spielball berührt,
beim Stoß nicht trifft, so ist das kein Foul, wenn
i. der betreffende Ball BALL ON ist.
ii. der betreffende Ball BALL ON sein kann und vom Spieler
nominiert wurde.
iii. der betreffende Ball BALL ON sein kann und der Spieler
einen anderen Ball, der BALL ON sein kann, nominiert und
zuerst berührt.
d. Wenn der Spielball so zum Stillstand kommt, daß er einen
Ball, der nicht BALL ON ist, berührt oder beinahe berührt,
so muß der Schiedsrichter die Frage des Spielers, ob die
Bälle einander berühren oder nicht, mi JA oder NEIN
beantworten. Der Spieler muß von diesem Ball wegspielen,
ohne ihn dabei zu bewegen und muß mit diesem Stoß einen BALL
ON berühren.
e. Wenn der Spielball sowohl einen BALL ON als auch einen
Ball, der nicht BALL ON sein kann, berührt, so soll der
Schiedsrichter nur auf den BALL ON als TOUCHING BALL zeigen.
Fragt der Spieler, ob auch der Ball, der nicht BALL ON ist,
den Spielball berührt, so muß der Schiedsrichter dies
beantworten.
f. Wenn sich ein TOUCHING BALL im Moment des Stoßes bewegt,
der Schiedsrichter jedoch der Meinung ist, daß die Bewegung
des TOUCHING BALL nicht vom Spieler verursacht wurde, so
wird er nicht auf Foul entscheiden.
g. Wenn ein bereits stillstehender Objektball, der den
Spielball nicht berührt, während der Schiedsrichter dies
überprüft, später den Spielball doch noch berührt, bevor
gestoßen wurde, so soll der Schiedsrichter die Bälle in die
vorhergehende Position zurückbringen.
3.9. BALL AN DER KANTE DER TASCHE
a. Wenn ein Ball in eine Tasche fällt, ohne von einem
anderen Ball getroffen zu werden, und ohne daß er in
irgendeiner Weise vom Stoßvorgang bewegt wird, so soll der
Ball in seine vorherige Posisition zurückgebracht werden und
alle erzielten Punkte zählen.
b. Wenn ein Ball in eine Tasche fällt, ohne von einem
anderen Ball getroffen zu werden, und der Ball im
Stoßvorgang getroffen worden wäre
i. so werden - wenn der Stoß ohne Regelverletzung gespielt
wurde - alle Bälle in ihre vorherige Position
zurückgebracht und der Stoß wiederholt; oder der Spieler
kann einen beliebigen anderen Stoß aus dieser Position
spielen.
ii. wenn dabei ein Foul begangen wurde, muß der Spieler die
vorgeschriebene Strafe für das Foul erhalten. Alle Bälle
werden in ihre vorhergehenden Position zurückgebracht und
der nächste Spieler hat die Möglichkeiten, die sich nach
einem Foul ergeben.
c. Wenn ein Ball kurz an der Kante der Tasche schwankt, dann
aber fällt, gilt er als in der Tasche und wird nicht auf den
Tisch zurückgebracht.
3.10. SNOOKER NACH EINEM FOUL
Wenn der Spielball nach einem Foul gesnookert ist, so soll
der Schiedsrichter auf FREE BALL entscheiden (siehe Kap.
2.16.).
a. Wenn der Spieler, der nun an der Reihe ist, sich dafür
entscheidet, den nächsten Stoß zu spielen,
i. so darf er jeden beliebigen Ball als BALL ON nominieren
und
ii. der nominierte Ball wird als der BALL ON angesehen und
erhält dessen Punktewert, wird allerdings, nachdem er
gepottet wurde, wieder aufgesetzt.
b. Ein Foul wird begangen, wenn der Spielball
i. den nominierten Ball nicht als erstes berührt, oder den
nominierten Ball gleichzeitig mit dem BALL ON als erstes
berührt
ii. gesnookert liegenbleibt und der nominierte Ball als der
für den Snooker ausschlaggebende Ball gilt, außer es sind
nur mehr Pink und Schwarz im Spiel.
c. Wird ein FREE BALL gepottet, so wird er aufgesetzt und
der Punktwert des BALL ON mit dem Spielstand addiert.
d. Wird der BALL ON gepottet, nachdem der Spielball zuerst
den nominierten Ball berührt hat, so wird der Punktwert des
BALL ON mit dem Spielstand addiert und er kommt nicht wieder
ins Spiel.
e. Wenn der nominierte Ball und der BALL ON in einem Stoß
gepottet werden, so zählen nur die Punkte des BALL ON und
der nominierte Ball wird wieder aufgesetzt. War der BALL ON
Rot, werden alle gepotteten Bälle gezählt.
f. Wenn der Spieler, der das Foul begangen hat, zum
Weiterspielen aufgefordert wird, so wird die FREE
BALL-Entscheidung ungültig.
3.11. FOULS
Wird ein Foul begangen, entscheidet der Schiedsrichter
sofort auf FOUL.
a. Wenn der Spieler noch keinen Stoß gemacht hat, so endet
sein Spiel am Tisch sofort und der Schiedsrichter gibt die
Strafpunkte bekannt.
b. Wenn ein Stoß gemacht wurde, so wird der Schiedsrichter
warten, bis der Stoß beendet ist und danach die Strafpunkte
bekanntgeben
c. Ein Foul, das weder vom Schiedsrichter bekanntgegeben,
noch vom Gegenspieler bzw. der gegnerischen Mannschaft
reklamiert wurde, gilt nicht.
d. Jede Farbe, die nicht korrekt aufgesetzt wurde, bleibt an
ihrem Platz; außer sie befindet sich irrtümlicherweise nicht
auf dem Tisch; in diesem Fall muß sie korrekt aufgesetzt
werden.
e. Alle Punkte, die in einem Break erzielt wurden, das von
einer Foul-Entscheidung beendet wird, werden dem Spieler
gutgeschreiben; jedoch darf er keine Punkte für die Bälle
erhalten, die mit dem Stoß erzielt wurden, in dem das Foul
begangen wurde.
f. Der nächste Stoß wird entweder aus der Position, in der
der Spielball zum Stillstand kommt, oder, wenn der Spielball
vom Tisch gesprungen ist, als Ball IN HAND gespielt.
g. Werden mehrere Fouls in einem Stoß begangen, so müssen
dem Gegner die Strafpunkte des höchstwertigen Fouls
gutgeschrieben werden.
h. Der Spieler, der ein Foul begangen hat,
i. wird gemäß Regel 3.12. bestraft.
ii. muß auf Verlangen des nächsten Spielers den nächsten
Stoß spielen.
3.12. STRAFEN
Jedes Foul wird mit vier Strafpunkten geahndet, sofern es
sich nicht um ein höherwertiges Foul handelt, wie in den
Regeln
3.12.a. und 3.12.d. unten ausgeführt.
a. Strafen in der Wertigkeit des BALL ON:
i. Der Spielball wird in einem Stoß mehr als einmal
berßhrt..
ii. Der Spieler berührt während des Stoß mit keinem seiner
beiden Füße den Boden.
iii. Ein Spieler, der nicht an der Reihe ist, spielt.
iv. Der Spielball wird nicht korrekt aus IN HAND gespielt;
das betrifft auch den Eröffnungsstoß jedes Frames.
v. Der Spielball berührt keinen Objektball.
vi. Der Spielball kommt in einer Tasche zum Stillstand.
vii. Ein Snooker, der durch einen FREE BALL zustande kommt.
viii. Ein Jump Shot
ix. Das Spielen mit einem Queue, das nicht dem zugelassenen
Standard entspricht.
x. Besprechungen mit dem Partner anders als in Kap. 3.17.e.
festgelegt.
b. Strafen in der Wertigkeit des BALL ON oder des
ausschlaggebenden Balles, je nach höherer Wertigkeit:
i. Stoßen zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht alle Bälle
zum völligen Stillstand gekommen sind.
ii. Stoßen bevor der Schiedsrichter das Aufsetzen einer
Farbe beendet hat.
iii. Ein Ball, der nicht BALL ON ist, kommt in einer Tasche
zum Stillstand.
iv. Der Spielball berührt zuerst einen Ball, der nicht BALL
ON ist.
v. Ein Durchstoß.
vi. Das Berühren eines Balles - ausgenommen das Berühren des
Spielballs mit der Queuespitze während eines Stoßes.
vii. Ein Ball wird vom Tisch gestoßen.
c. Strafe in der Wertigkeit des BALL ON oder des höheren
Wertes der beiden ausschaggebenden Bälle, wenn der Spielball
zuerst gleichzeitig zwei Bälle berührt, bei denen es sich
nicht um zwei Rote oder einen FREE BALL und einen BALL ON
handelt.
d. Strafen von sieben Punkten:
i. Benutzen eines Balles, der vom Tisch ist, zu welchem
Zweck auch immer.
ii. Irgendein Objekt wird zum Anstands- oder
Entfernungsmessen hergenommen.
iii. Der Spieler spielt zwei Rote hintereinander.
iv. Ein anderer Ball als der Spielball wird, nachdem ein
Frame begonnen hat, als Spielball benutzt.
v. Der Aufforderung des Schiedsrichters, einen BALL ON zu
nennen, wird nicht Folge geleistet.
vi. Nach dem Potten einer Roten, oder eines als Rot
nominierten FREE BALLs, wird ein Foul begangen, bevor eine
Farbe angesagt wurde.
3.13. WEITERSPIELEN LASSEN
Wenn ein Spieler den anderen, nachdem der ein Foul begangen
hat, zum Weiterspielen aufgefordert hat, so kann diese
Aufforderung nicht mehr zurückgezogen werden.
Der zum Weiterspielen Aufgeforderte ist nun dazu berechtigt
a. seine Entscheidung
i. welchen Stoß er spielen will und
ii. welchen Ball er als BALL ON spielen will zu ändern.
b. Punkte für den Ball oder die Bälle, die er potten kann,
zu erhalten.
3.14. FOUL UND MISS
Der Spieler muß versuchen, den BALL ON unter dem besten
Einsatz seiner Fähigkeiten zu treffen. Sieht der
Schiedsrichter diese Regel als verletzt an, so erklärt er
FOUL UND MISS, außer es ist nur noch Schwarz im Spiel, oder
die Bälle sind in einer Situation, in der es unmöglich ist,
den BALL ON zu treffen. In letzterem Fall wird angenommen,
daß der Spieler den BALL ON zu treffen versucht, wenn er,
nach Meinung des Schiedsrichters, direkt oder indirekt und
stark genug in die Richtung des BALL ON spielt, so daß
dieser, wäre er nicht von einem oder mehreren Bällen
behindert, getroffen worden wäre.
a. Nachdem der Schiedsrichter FOUL UND MISS erklärt hat,
kann der nächste Spieler entscheiden, ob er den Spieler, der
das Foul begangen hat, aus der Position, in der die Bälle
zum Stillstand gekommen sind, oder aus der Ausgangsposition
weiterspielen lassen will. In letzterem Fall wird der BALL
ON des vorhergegangenen Stoß der BALL ON des folgenden
Stoßes und zwar:
i. jede Rote, wenn Rot BALL ON war.
ii. die Farbe, wenn alle Roten bereits vom Tisch sind.
iii. eine Farbe nach der Wahl des Spielers, wenn der BALL ON
eine Farbe war, die einer gepotteten Roten gefolgt ist.
b. Wenn der Spieler einen BALL ON verfehlt und zwischen
Spielball und dem nominierten oder einem möglichen BALL ON
eine gerade freiliegende Linie zu irgendeinem Punkt dieses
oder einer diese Bälle besteht, so muß der Schiedsrichter
FOUL UND MISS erklären, außer einer der beiden Spieler
benötigt nach dem ausschlaggebenden Stoß Snooker und der
Schiedsrichter ist davon überzeugt, daß das MISS nicht
absichtlich begangen wurde.
c. Wenn ein MISS gemäß Regel 3.14.b ausgerufen wurde, d.h.
zwischen Spielball und einem nominierten oder möglichen BALL
ON eine gerade freiliegende Linie zu diesem oder einem
dieser Bälle bestand, sodaß zentraler, voller Ball-Kontakt
möglich war (im Falle von Rot betrifft dies alle Roten, die
nicht durch eine Farbe behindert werden), dann i.gilt ein
weiterer Fehlversuch, einen BALL ON aus der Ausgangsposition
zu treffen, unabhängig vom Spielstand, als FOUL UND MISS.
ii.muß der Schiedsrichter den Spieler, wenn dieser dazu
aufgefordert wird, aus der Ausgangsposition
weiterzuspielen, warnen, daß ihm bei einem dritten
Fehlversuch das Frame aberkannt wird.
d. Wenn der Spielball, wie in dieser Regel vorgesehen, in
seine Ausgangsposition zurückgebracht wurde und zwischen
Spielball und einem gewählten oder möglichen BALL ON eine
gerade, freiliegende Linie zu jedem Punkt dieses oder einer
dieser Bälle besteht, der Spieler aber ein Foul begeht,
indem er irgendeinen Ball, oder in Vorbereitung auf den Stoß
den Spielball berührt, so wird kein MISS ausgerufen, wenn
der Stoß noch nicht durchgeführt wurde. In diesem Fall wird
die zutreffende Strafe erteilt und
i. der nächste Spieler hat die Wahl, selbst weiterzuspielen,
oder den Spieler, der das Foul begangen hat, von der
Position, in der die Bälle zum Stillstand gekommen sind,
weiterspielen zu lassen, oder
ii. der nächste Spieler verlangt vom Schiedsrichter, alle
Bälle in ihre Ausgangsposition zurückzubringen und läßt den
Spieler, der das Foul begangen hat, von dort weiterspielen
und
iii. wenn die obige Situation in einer Folge mehrerer
MISS-Entscheidungen auftritt, bleibt eine Warnung betreffend
Aberkennung des Frames in Kraft.
e. Alle anderen MISS-Entscheidungen werden nach Ermessen des
Schiedsrichters getroffen.
f. Nach einer MISS-Entscheidung und der Forderung des
nächsten Spielers, den Spielball in die Ausgangsposition
zurückzubringen bleiben alle Bälle, die im vorangegangenen
Stoß bewegt wurden, an dem Platz, an dem sie zum Stillstand
gekommen sind, es sei denn, der Schiedsrichter ist der
Meinung, daß aus der betreffenden Positionsveränderung ein
Vorteil für den Spieler, der das Foul begangen hat,
entstanden ist.
g. Wird irgendein Ball nach einer MISS-Entscheidung in seine
Ausgangsposition zurückgebracht, so werden beide betroffenen
Spieler zu der Position der Bälle befragt; danach trifft der
Schiedsrichter seine endgültige Entscheidung.
h. Berührt ein Spieler während dieses Vorgangs einen Ball,
der im Spiel ist, so erhält er die dafür vorgesehene Strafe,
so als ob er der Spieler wäre, ohne Beeinflussung der
Spielreihenfolge. Der betreffende Ball soll, wenn dies
notwendig ist, vom Schiedsrichter nach dessem Dafürhalten in
die Ausgangsposition zurückgebracht werden; auch wenn der
betreffende Ball in die Hand genommen wurde.
i. Der nächste Spieler darf den Schiedsrichter fragen, ob er
nur den Spielball oder einen oder mehrere Objektbälle in
ihre Ausgangsposition zurückbringen würde, wenn er von
seinem Recht, den Stoß aus der Ausgangsposition wiederholen
zu lassen, Gebrauch machen würde. Der Schiedsrichter muß
seine Absicht darlegen.
3.15. BÄLLE, DIE NICHT VOM SPIELER BEWEGT WURDEN
Wird ein Ball, egal ob in Bewegung oder stillstehend, von
irgend etwas anderem als dem Spieler bewegt, so muß er vom
Schiedsrichter in die ursprüngliche Position zurückgebracht
werden, wo der Ball seiner Meinung nach war oder zum
Stillstand gekommen wäre und es gibt keine Strafpunkte.
a. Diese Regel schließt den Fall ein, daß irgendein Vorfall
oder eine Person, mit Ausnahme seines Spielpartners, den
Spieler dazu bringt, einen Ball zu berühren oder zu bewegen.
b. Ein Spieler darf für eine Bewegung der Bälle durch den
Schiedsrichter bestraft werden.
3.16. PATTSITUATION
Wenn der Schiedsrichter meint, daß ein Frame sich in einer
Pattsituation befindet oder auf eine solche zusteuert, so
soll er den Spielern anbieten, das Frame neu zu beginnen.
Ist ein Spieler damit nicht einverstanden, so soll unter der
Bedingung weitergespielt werden, daß sich die Situation in
einer bestimmten Zeitspanne ändern muß. Normalerweise wird
diese Spanne auf drei weitere Stöße jedes Spielers bzw.
jeder Mannschaft festgelegt, doch liegt es am
Schiedsrichter, das zu bestimmen.
Ändert sich die Situation in der festgelegten Zeitspanne
nicht grundlegend, so muß der Schiedsrichter die
Punktestände annullieren und das Frame neu starten und
a. derselbe Spieler eröffnet diesen mit dem ersten Stoß und
b. die Spielreihenfolge wird beibehalten.
3.17. DOPPEL
a. In einem Doppel beginnen die beiden Partner abwechselnd,
wenn ihrer Mannschaft der Eröffnungsstoß zukommt. Die
Spielreihenfolge muß zu Beginn jeden Frames festgelegt
werden und darf während eines solchen nicht geändert werden.
b. Die Spieler können die Reihenfolge zu Beginn eines neuen
Frames ändern.
c. Wurde ein Foul begangen und die andere Mannschaft fordert
zum Weiterspielen auf, so spielt der Spieler, der das Foul
begangen hat, weiter, auch wenn das Foul von einem Spieler
begangen wurde, der nicht an der Reihe war. Die
ursprüngliche Spielreihenfolge wird aber beibehalten, sodaß
es möglich ist, daß der Partner des Spielers, der das Foul
begangen hat, in der Spielreihenfolge einmal übersprungen
wird.
d. Endet ein Frame mit Punktgleichstand, kommt Regel 3.4.
zur Anwendung. Wird Schwarz nach dem Potten aller Bälle
nochmals auf dem Spot plaziert, um eine Entscheidung des
Frames herbeizuführen, so hat die Mannschaft, die den ersten
Stoß spielt, die Wahl, welcher von beiden Spielern beginnt.
Die Spielreihenfolge des Frames wird aber beibehalten.
e. Die Partner dürfen sich während eines Frames besprechen,
außer
i. einer von beiden ist der Spieler und befindet sich gerade
am Tisch.
ii. nach dem ersten Stoß des Spielers bis zum Ende dessen
Breaks.
3.18. DIE VERWENDUNG ZUSÄTZLICHER AUSRÜSTUNG
Der Spieler ist fr das Herbeibringen und Entfernen von
zusätzlicher Ausrüstung an den Tisch verantwortlich.
a. Der Spieler ist für alle Gegenstände, die er am Tisch zu
Hilfe nimmt (was auch Brücken und Verlängerungen
einschließt, aber nicht allein auf diese beschränkt ist)
verantwortlich, ganz gleich, ob diese aus seinem Besitz sind
oder ausgeborgt wurden, ausgenommen sie stammen aus dem
Besitz des Schiedsrichters. Der Spieler wird für alle Fouls,
die beim Benutzen solcher Hilfsmittel begangen werden,
bestraft.
b. Für Ausrüstungsgegenstände, die sich üblicherweise am
Tisch befinden bzw. nicht aus dem Besitz des Spielers,
sondern des Mitspielers oder des Schiedsrichters stammen,
kann der Spieler nicht verantwortlich gemacht werden. Sollte
sich ein solcher Ausrüstungsgegenstand als fehlerhaft
erweisen und der Spieler dadurch einen Ball berühren, so
wird kein Foul ausgerufen. Der Schiedsrichter wird, wenn das
notwendig ist, den oder die betroffenen Bälle in ihre
Ausgangsposition zuückbringen wie in Kap. 3.15. festgelegt
und der Spieler setzt sein Break fort, ohne daß eine Strafe
verhängt wird.
3.19. ANMERKUNGEN
a. Die in diesen Regeln und Definitionen benutzten Wörter,
die Personen männlichen Geschlechts bezeichnen, sind genauso
auf Personen weiblichen Geschlechts anzuwenden.
b. Bei Körperbehinderten können die Umstände
Regelanpassungen erfordern. Zum Beispiel:
i. Regel 3.12.a.ii. darf auf Rollstuhlfahrer nicht angewandt
werden.
ii. Der Schiedsrichter soll einem Spieler, der nicht in der
Lage ist, bestimmte Farben zu unterscheiden (z.B. rot und
grün), auf dessen Anfrage die Farbe eines bestimmten Balls
nennen.
c. Gibt es in einem Spiel keinen Schiedsrichter, so muß der
Gegner bzw. die gegnerische Mannschaft zur Anwendung dieser
Regeln als Schiedsrichter angesehen werden.
4. Die Spieler
4.1. ZEITVERZÖGERUNG
Ist der Schiedsrichter der Meinung, daß ein Spieler für
einen Stoß oder die Auswahl eines Stoßes ungewöhnlich viel
Zeit in Anspruch nimmt, so muß er den betreffenden Spieler
warnen, daß die Zuerkennung des Frames an seinen Gegner
droht.
4.2. UNFAIRES BENEHMEN
Weigert sich ein Spieler, ein Frame fortzusetzen, oder ist
sein Benehmen nach Meinung des Schiedsrichters absichtlich
oder beharrlich unfair (einschließlich wiederholtes
Zeitverzögern nach einer Verwarnung gemäß Kap. 4.1.). oder
benimmt er sich ungebührlich, so soll er das Frame verlieren
und der Schiedsrichter soll ihn davor warnen, daß die
Fortsetzung seines Betragens mit Spielverlust geahndet wird.
4.3. STRAFEN
a. Wird ein Frame auf solche Weise eingebüßt, so soll der
Spieler, der die Strafe erhält,
i. das Frame verlieren und ii.alle erzielten Punkte
einbüßen. Sein Gegner erhält eine Punkteanzahl die nach den
am Tisch verbleibenden Bällen errechnet wird: Acht Punkte
für jede Rote, wobei alle Farben, die sich unrichtigerweise
nicht auf der Spielfläche befinden, gezählt werden als wären
sie auf der Spielfläche.
b. Wird ein Spiel auf solche Weise eingebüßt, so soll der
Spieler, der die Strafe erhält,
i. das Frame, das gerade gespielt wird, wie in Kap. 4.3.a.
verlieren und
ii. zusätzlich die zum Spielgewinn des Gegners nötigen
ungespielten Frames verlieren, sofern das Spiel auf eine
Anzahl gewonnener Frames festgelegt wurde oder
iii. die verbleibenden Frames zusätzlich mit 147 Punkten
verlieren, sofern das Spiel auf eine Anzahl von
Gesamtpunkten festgelegt wurde.
4.4. DER SPIELER, DER NICHT AM STOSS IST
Der Spieler, der nicht am Stoß ist, soll zu der Zeit, in der
der Spieler am Tisch spielt, vermeiden, in der Sichtlinie
des Spielers zu stehen oder sich in dieser zu bewegen. Er
soll in einem angemessenen Abstand vom Tisch stehen oder
sitzen.
4.5. ABWESENHEIT
Im Falle seiner Abwesenheit darf der Spieler, der nicht am
Stoß ist, einen Stellvertreter ernennen, der seine
Interessen vertritt und Fouls reklamieren darf, wenn dies
notwendig sein sollte. Der Spieler muß dem Schiedsrichter
die betreffende Person nennen, bevor er den Tisch verläßt.
4.6. AUFGEBEN
a. Ein Spieler darf nur aufgeben, wenn er am Stoß ist. Der
andere kann die Aufgabe annehmen oder zurückweisen; diese
wird null und nichtig, wenn er sich dazu entschließt,
weiterzuspielen.
b. Wurde das Spiel auf eine Gesamtpunktzahl festgelegt und
ein Frame wird aufgegeben, so wird der Wert aller am Tisch
verbliebenen Bälle dem gegnerischen Punktestand
hinzuaddiert. In diesem Fall erhält der Gegner acht Punkte
für jede Rote, wobei alle Farben, die sich unrichtigerweise
nicht auf der Spielfläche befinden, gezählt werden, als
wären sie auf der Spielfläche.
5. Die Spielleitung
1. DER SCHIEDSRICHTER
a. Der Schiedsrichter
i. ist der alleinige Richter über faires und unfaires Spiel.
ii. hat die Freiheit, im Interesse eines fairen
Spielverlaufs Entscheidungen in Situationen, die in den
Regeln nicht ausreichend geklärt sind, zu treffen.
iii. ist für die einwandfreie Durchführung des Spiels unter
diesen Regeln verantwortlich.
iv. schreitet bei jedem Regelverstoß ein.
v. nennt einem Spieler auf dessen Anfrage die Farbe eines
Balles.
vi. reinigt, nach angemessener Aufforderung durch einen
Spieler, einen Ball.
b. Der Schiedsrichter darf nicht
i. auf Fragen antworten, die in den Regeln nicht vorgesehen
sind.
ii. darauf aufmerksam machen, daß ein Spieler gerade dabei
ist, ein Foul zu begehen.
iii. das Spiel betreffende Ratschläge oder Meinungen zu
äußern.
iv. Fragen beantworten, die die Punktedifferenz der
Spielstände betrifft.
c. Hat der Schiedsrichter einen Vorfall nicht bemerkt, so
kann er die Aussagen des Markers oder Angehöriger der
Spielleitung oder der Zuschauer, die die beste Sicht haben,
zu Unterstützung seiner Entscheidung heranziehen.
5.2. DER MARKER
Der Marker soll den Spielstand auf der Anzeigetafel
einstellen und dem Schiedsrichter bei der Ausführung seines
Amtes behilflich sein. Er soll auch, wenn dies notwendig
ist, das Protokoll führen.
5.3. DER PROTOKOLLFÜHRER
Der Protokollführer soll, während des gesamten Matches eine
Eintragung für jeden Stoß, für jedes Foul und über die
erzielten Punkte machen. Er soll auch die Höhe der
gespielten Breaks notieren.
5.4. UNTERSTÜTZUNG DURCH DIE SPIELLEITUNG
a. Auf Bitte des Spielers soll der Schiedsrichter oder der
Marker eine Lichtquelle, die den Spieler behindert,
wegbewegen und weghalten.
b. Es ist dem Schiedsrichter und dem Marker erlaubt,
behinderten Spielern den Umständen entsprechend zu Hilfe zu
kommen.

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